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	<title>Kommentare zu: VCD: Stuttgart 21 schadet dem Bahnverkehr in der Region</title>
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	<description>Dieser weblog handelt vom Bahnangebot auf der Frankenbahn Stuttgart-Heilbronn-Würzburg</description>
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		<title>Von: scritti</title>
		<link>http://frankenbahn.wordpress.com/2009/06/09/vcd-stuttgart-21-schadet-dem-bahnverkehr-in-der-region/#comment-30</link>
		<dc:creator>scritti</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 11:47:43 +0000</pubDate>
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		<description>Winfried Hermann, Die Grünen, im &lt;a href=&quot;http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/art417921,3831762&quot; title=&quot;Zum Interview&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Interview mit dem Südkurier vom 26.06.2009&lt;/a&gt;:

Bisher sind tatsächlich schon 300 Millionen Euro verbraucht worden. Mit der Summe hat man anderswo Bahnhöfe saniert. Trotzdem: Besser ist es, 300 Millionen abzuschreiben, als drei oder sechs Milliarden Euro in den Sand zu setzen. Aus unserer Sicht ist der derzeitige Kostenrahmen von rund drei Milliarden Euro unrealistisch. Alle Experten gehen vom Doppelten oder mehr aus. Für viel Geld wird in Stuttgart der Bahnhof vergraben und ein unterirdischer Engpass samt Zufahrtsgleisen aufgebaut. Im Kopfbahnhof kann man einen integralen Taktfahrplan fahren, das heißt, Züge warten aufeinander. Im unterirdischen Durchgangsbahnhof müssen alle Züge sofort wieder raus, weil die Zuläufe sonst blockiert sind. Das gibt unter Umständen lange Wartezeiten. Nur Autopolitiker finden dieses Projekt gut. 
(...)
Die Region Baden zu Beispiel leidet extrem darunter, dass Land, Bund und Bahn alle Mittel in das Großprojekt und den Neubau der Strecke Stuttgart-Ulm fließen lassen, obwohl wir dringend zuerst die Rheintalstrecke für den Güterverkehr ausbauen müssen. Und für ganz wenig Geld könnte die Gäubahn ausgebaut werden. Es ist doch ein Witz, dass 60 Jahre nach dem Abbau dieser Gleise die paar Kilometer immer noch nicht zweigleisig ausgebaut sind.
(...)
Die Badener haben das Projekt lange nicht ernst genommen nach dem Motto: Das klappt sowieso nicht. Auch die Politik auf Bundesebene hat das Projekt nicht ernst genommen, weil dort gedacht wurde, das ist ein Baden-Württemberg- oder Stuttgart-Projekt. Jetzt muss der Bund erkennen, dass es sein teuerstes Großprojekt überhaupt ist. Man hat sich nicht wirklich ausgekannt. Ich habe über Jahre versucht, an die Zahlen über die angebliche Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 zu kommen. Erst hieß es: Nicht möglich. Dann: Das entscheidet die Bahn alleine. Sie, der Staatsbetrieb, erklärte die Zahlen zum Betriebsgeheimnis. Schließlich wollte der Bundestag mehrheitlich die Informationen nicht. Das heißt, die Mehrheit des Bundestags hat Stuttgart 21 ohne genaue Kenntnis der Kosten beschlossen, nur weil das Ministerium gesagt hat, es wird gut. Im Ministerium hat aber niemand die Wirtschaftlichkeitsrechnung angeschaut, sondern es wurde eine Firma mit einem Gutachten beauftragt. Diesem hat man dann auch geglaubt. 
(...)
Ein Bahnhof macht aber kein modernes Schienennetz aus. Die Leute, die wenig Ahnung vom Schienenverkehr haben, sind alle für Stuttgart 21. Die Manager finden das alle Klasse, weil sie selten Zug, allenfalls ICE fahren. Aber für die 90 Prozent der Nah- und Regionalverkehrsnutzer bringt dieser Bahnhof Null und Nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Winfried Hermann, Die Grünen, im <a href="http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/art417921,3831762" title="Zum Interview" rel="nofollow">Interview mit dem Südkurier vom 26.06.2009</a>:</p>
<p>Bisher sind tatsächlich schon 300 Millionen Euro verbraucht worden. Mit der Summe hat man anderswo Bahnhöfe saniert. Trotzdem: Besser ist es, 300 Millionen abzuschreiben, als drei oder sechs Milliarden Euro in den Sand zu setzen. Aus unserer Sicht ist der derzeitige Kostenrahmen von rund drei Milliarden Euro unrealistisch. Alle Experten gehen vom Doppelten oder mehr aus. Für viel Geld wird in Stuttgart der Bahnhof vergraben und ein unterirdischer Engpass samt Zufahrtsgleisen aufgebaut. Im Kopfbahnhof kann man einen integralen Taktfahrplan fahren, das heißt, Züge warten aufeinander. Im unterirdischen Durchgangsbahnhof müssen alle Züge sofort wieder raus, weil die Zuläufe sonst blockiert sind. Das gibt unter Umständen lange Wartezeiten. Nur Autopolitiker finden dieses Projekt gut.<br />
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Die Region Baden zu Beispiel leidet extrem darunter, dass Land, Bund und Bahn alle Mittel in das Großprojekt und den Neubau der Strecke Stuttgart-Ulm fließen lassen, obwohl wir dringend zuerst die Rheintalstrecke für den Güterverkehr ausbauen müssen. Und für ganz wenig Geld könnte die Gäubahn ausgebaut werden. Es ist doch ein Witz, dass 60 Jahre nach dem Abbau dieser Gleise die paar Kilometer immer noch nicht zweigleisig ausgebaut sind.<br />
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Die Badener haben das Projekt lange nicht ernst genommen nach dem Motto: Das klappt sowieso nicht. Auch die Politik auf Bundesebene hat das Projekt nicht ernst genommen, weil dort gedacht wurde, das ist ein Baden-Württemberg- oder Stuttgart-Projekt. Jetzt muss der Bund erkennen, dass es sein teuerstes Großprojekt überhaupt ist. Man hat sich nicht wirklich ausgekannt. Ich habe über Jahre versucht, an die Zahlen über die angebliche Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 zu kommen. Erst hieß es: Nicht möglich. Dann: Das entscheidet die Bahn alleine. Sie, der Staatsbetrieb, erklärte die Zahlen zum Betriebsgeheimnis. Schließlich wollte der Bundestag mehrheitlich die Informationen nicht. Das heißt, die Mehrheit des Bundestags hat Stuttgart 21 ohne genaue Kenntnis der Kosten beschlossen, nur weil das Ministerium gesagt hat, es wird gut. Im Ministerium hat aber niemand die Wirtschaftlichkeitsrechnung angeschaut, sondern es wurde eine Firma mit einem Gutachten beauftragt. Diesem hat man dann auch geglaubt.<br />
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Ein Bahnhof macht aber kein modernes Schienennetz aus. Die Leute, die wenig Ahnung vom Schienenverkehr haben, sind alle für Stuttgart 21. Die Manager finden das alle Klasse, weil sie selten Zug, allenfalls ICE fahren. Aber für die 90 Prozent der Nah- und Regionalverkehrsnutzer bringt dieser Bahnhof Null und Nichts.</p>
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