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Mit der Frankenbahn und dem Verkehrsangebot auf der Bahnstrecke Stuttgart-Heilbronn-Osterburken-Lauda-Würzburg beschäftigt sich dieser Weblog. Engagierte Bürgerinnen und Bürger fordern deutliche Verbesserungen im Verkehrsangebot auf dieser wichtigen Bahnverbindung (Kursbuchstrecke 780), nachdem im Jahre 2007 von der Landesregierung Baden-Württemberg zahlreiche Verbindungen gestrichen wurden. Schon heute gibt es etwa zwischen Osterburken und Lauda nur einen Zug alle zwei Stunden, Haltepunkte werden teils nur morgens und abends bedient.

Die Situation im Bahnverkehr 2008: Alle Züge in der gesamten Region zwischen Würzburg, Heidelberg, Heilbronn, Crailsheim und Stuttgart werden (außer bei der Stadtbahn Heilbronn) auf Grund eines monopolistischen Verkehrsvertrages zwischen Land und Deutscher Bahn (DB) noch bis 2016 von DB Regio betrieben.

Auf der Frankenbahn verkehren weitgehend im Zweistundentakt RegionalExpress-Züge zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg. Zwischen Stuttgart und Heilbronn besteht werktags zudem ein zusätzlicher Halbstundentakt. Die Linie Osterburken-Neckarelz-Heidelberg wird überwiegend im Stundentakt von der S-Bahn Rhein-Neckar mit spurtstarken Elektrotriebwagen bedient. Zwischen Bad Friedrichshall und Osterburken verkehren einzelne RegionalBahnen, zeitweise mit Dieseltriebwagen, zeitweise auch mit modernen Doppelstock-Zügen (z.B. IRE Stuttgart-Heilbronn-Osterburken).

Die Verkehrssituation hat sich im Jahr 2007 massiv verschlechtert, nachdem vor Jahren bereits ein annähernd verlässlicher, ergänzender Zweistundentakt mit RegionalBahnen zwischen Bad Friedrichshall und Osterburken bestanden hatte. Grund: Die Landesregierung Baden-Württemberg hat nach Kürzungen von Bundesmitteln (und wegen einer ineffizienten Schienenverkehrspolitik) als eines von wenigen Bundesländer massiv Züge abbestellt und die Situation vor Ort vor allem für Schüler und Pendler sehr verschlechtert.

Der Protest der Bürgerinnen und Bürger blieb nicht aus. So hat sich im September 2007 die Initiative 780 Frankenbahn aus Bürgern und Organisationen der Region gegründet. Partner der Initiative sind zum Beispiel der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) oder der Verkehrsclub Deutschland (VCD), aber auch zahlreiche Kommunalpolitiker. Bei der Gründungsversammlung der Initiative waren bereits 100 Bürgerinnen und Bürgern anwesend. Innerhalb einer Woche wurden 1.652 Unterschriften gesammelt und der verantwortlichen Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) übergeben. Einige Zugstreichungen wurden daraufhin wieder rückgängig gemacht.

Die wichtigsten Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Frankenbahn:
– kurzfristig mehr Zugverbindungen, um die gröbsten Mängel im Verkehrsangebot für Schüler und Pendler zu beseitigen
– besseres Fahrzeugmaterial
– mittelfristig kürzere Fahrzeiten (die erzielt werden durch den Einsatz von sprintstarken Fahrzeugen und die Beseitigung von Langsamfahrstellen, längerfristig durch die Beseitigung der Eingleisigkeit zwischen Möckmühl und Züttlingen)
– Regionales S-Bahn-Konzept für die Strecke Bad Friedrichshall-Osterburken

Aktive Mitglieder der Initiative sind unter anderem:
Karl Reinhart (Neudenau)
Kontakt: KRein.hart (at) t-online.de
Hans-Martin Sauter (VCD, Neuenstadt)
Kontakt: hans-martin.sauter (at) ejwue.de
Michael Schwager (VCD, Erlenbach)
sowie zahlreiche entnervte Fahrgäste und Kommunalpolitiker

Verantwortlich für diese Seite ist:
Michael Schwager, Freier Journalist, Erlenbach bei Heilbronn.
Mitglied im VCD-Landesvorstand Baden-Württemberg
Kontakt: hhh (at) vcd-bw.de

Mehr Info auf seiner Homepage: scritti.de

3 Kommentare Füge Deinen hinzu

  • 1. Frank Scheidewig  |  Februar 24, 2009 um 11:23 nachmittags

    Züge von BFH nach HN und zurück werden so gekürzt, dass die Leute sich in Hauptverkehrszeiten regelmaessig mit Grippe etc anstecken. Ausserdem ist es unzumutbar vom Platz und dem entsprechend bezahlten Preis.
    Wer kann hier helfen?

    Antwort
    • 2. redaktion freieseiesradio schwaebisch-hall-haralderasimy-zuettlingen  |  September 2, 2009 um 5:52 nachmittags

      ja,ein grosses lob an frau renner ,aus meinem nachbarort-schoen das sie ihre eigene erfahrung einbringen
      was mir eigentlich einwenig stoert-die ueberall hat jahrelang die stadtbahnanbindung super klappt-man kann von heilbronn aus superbis nach frankreich fahren,von osterburken-bis mannheim auch-
      aner wer hat an die menschen dazwischen gedacht
      oder wie erreichen die menschen heilbronn oder osterburken
      ich glaube hier haette man doch zuerst die nordtrasse fertig machen muessen und die anbindung ab die zentren-vorllem die verbindung der beiden standorte osterburken-heilbronn-oder sollte da vielleicht immer noch der zwiespalt -zwischen baden und wuerttemberg eine rolle spielen
      jetzt man wieder kein geld fuer die nordtrasse-und die menschen hierzuland-stehn wieder dumm da -ohne laeden-ohne anbindung-

      Antwort
  • 3. scritti  |  Februar 25, 2009 um 6:18 nachmittags

    Verantwortlich für die derzeitige Situation beim Regionalverkehr ist das Land Baden-Württemberg, das den Regionalverkehr bestellt und bezahlt und ein Unternehmen (in diesem Falle die Deutsche Bahn) mit dem Betrieb beauftragt. Welche Züge wann wo und in welcher Qualität fahren, ist vertraglich festgelegt. Derzeit ist das Innenministerium mit Minister Heribert Rech für den Bereich Verkehr verantwortlich.

    Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) ist die zuständige Stelle, an die Sie sich wenden müssen.

    Info: http://www.3-loewen-takt.de

    Antwort

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