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VCD fordert mehr Qualität im Nahverkehr
VCD-Pressemitteilung: Der ökologische Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der Region Heilbronn-Franken präsentiert Vorschläge für einen besseren Schienenverkehr im Heilbronner Land. Der VCD fordert unter anderem schnellere Verbindungen nach Stuttgart und Mannheim, bessere Anschlüsse zum Fernverkehr in Würzburg und Mannheim sowie eine dichtere Taktung im S-Bahnverkehr und den schnellen Ausbau des Heilbronner S-Bahnnetzes. Um Steuergelder nicht weiterhin zu verschwenden und einen effizienten und zielgerichteten Einsatz der vorhandenen finanziellen Mittel zu gewährleisten, fordert der VCD eine baldige Ausschreibung des gesamten Öffentlichen Verkehrs in der Region inklusive der S-Bahnverkehre mit Zweisystem-Stadtbahnen.
Die gesamte Pressemitteilung gibt es hier: VCD-PM-1005-Regionalverkehr
Ein ausführlicheres Konzept findet sich hier: 2010-VCD-ÖV-HN-Konzept
September 22, 2010 at 2:06 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Stadtbahn wird teurer und kommt erst 2013
Wie die Stadt Heilbronn in einer Pressemitteilung bekannt gab, verzögert sich der Start der Stadtbahn Nord um ein weiteres Jahr. Begründung: Da sowohl Planfeststellungsverfahren als auch Leitungsarbeiten mehr Zeit als vorgesehen brauchten, verschiebt sich der geplante Termin der Inbetriebnahme um ein Jahr auf Ende 2013. Der Termin korrespondiert mit dem Fertigstellungstermin der anschließenden Landkreis-Strecke Richtung Neckarsulm-Sinsheim/Mosbach.
Mehr Infos dazu im Weblog zur Stadtbahn Heilbronn
September 21, 2010 at 5:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Schwabenstreich gegen S 21 in Heilbronn
Zum Schwabenstreich gegen Stuttgart 21 in Heilbronn bis auf weiteres mittwochs um Punkt 19 Uhr rufen der BUND Regionalverband, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der DGB und BürgerInnen auf und erklären vor dem Heilbronner Hauptbahnhof ihren Protest gegen das Milliardengrab Stuttgart 21 auf akustische Weise: 60 Sekunden Krach machen und Lärm produzieren!
Heilbronn und seine Region sollen nicht unter den negativen Auswirkungen des viel zu kleinen Stuttgarter Tunnelbahnhofes leiden. Nähere Infos beim BUND-Regionalverband Heilbronn-Franken
Ein Bericht mit Video vom ersten Schwabenstreich auf stimme.de
Liste und Übersicht der Schwabenstreiche in Baden-Württemberg
August 23, 2010 at 11:59 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Direktvergabe Frankenbahn – Politik schweigt
Im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen Stuttgart 21 berichtet die Heilbronner Stimme auch über die fragwürdige erneute Direktvergabe von Verkehrsleistungen auf der Frankenbahn an die Deutsche Bahn: Nicht nur Stuttgart 21 lässt den Blutdruck der Bahnkritiker in der Region steigen: Das Land plant offenbar, den Betrieb der Zugstrecke Stuttgart – Heilbronn – Würzburg nicht öffentlich auszuschreiben, sondern direkt an die Deutsche Bahn zu vergeben. Anders als beim umstrittenen Bauprojekt verlaufen die Fronten nicht entlang der Sollbruchstellen: Bei diesem Thema bekommt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Unterstützung von der Heilbronner FDP, die sich eindeutig gegen solche Direktvergaben im Nahverkehr stellt. (…) Pro Bahn hält dieses Vorgehen angesichts der langen Vertragsdauer aber für „problematisch“. Michael Schwager vom VCD befürchtet sogar, dass es auf der Frankenbahn so „auf Jahre hinaus kaum Verbesserungen geben werde“. Michael Link von der FDP fordert, dass alle Strecken öffentlich ausgeschrieben werden, „damit auch private Anbieter eine Chance haben“. Landrat Detlef Piepenburg wollte sich nicht äußern, weil das Land zuständig sei.
Im Kommentar schreibt Manfred Stockburger: “Klar, das Thema ist komplex. Aber ist das ein Grund, die Frage nicht zu diskutieren? Wenn es gute Gründe für eine Direktvergabe gibt, dann müssen die Bürger diese erfahren. (…) Wer Misstrauen sät, braucht sich nicht wundern, wenn die Bürge auf die Straße gehen.”
In diesem Zusammenhang ist auch ein Artikel im SPIEGEL vom Wochenende interessant, der bundesweit für Aufsehen gesorgt hat und nochmals die illegalen Subventionen des Landes an die DB zum Thema hat: “Baden-Württemberg vergab fragwürdigen Millionenauftrag”
Auch Johannes Müllerschön, für DIE LINKE im Kreistag, hat entsprechende Anfragen zum Zusammenhang zwischen Stuttgart 21 und den Verkehrsverträgen an Landrat Detlef Piepenburg, Heilbronns OB Helmut Himmelsbach sowie Thomas Strobl, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Regionalverband, gestellt und wartet wie viele Mitstreiter auf plausible Antworten…
Nach Wochen hat auch CDU-Fraktionschef Peter Hauk bzw. sein parlamentarischer Berater auf die Fragen zum Thema “Direktvergabe Frankenbahn” mit einem dreiseitigen, ausschweifenden und ziemlich inhaltslosen Brief geantwortet und eigentlich keine einzige Frage wirklich beantwortet. Brief Hauk CDU zur Direktvergabe Frankenbahn
Weitere Artikel zu den Demos gegen Stuttgart 21 aus der Region Heilbronn:
Befürworter und Gegner von Stuttgart 21 aus der Region zum Bahnprojekt
Stuttgart21-Gegendemonstranten berichten
Stadtbahn-Pionier weckt Wünsche
Unter dem Titel “Stadtbahn-Pionier weckt neue Wünsche” hat die Stuttgarter Zeitung jüngst über die Diskussionen zur Frankenbahn und die Wünsche der Kommunen nach einem Stadtbahn-Anschluss berichtet. In dem Artikel von Wieland Schmid über die Ideen von Dr. Dieter Ludwig heißt es unter anderem:
“Der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg beispielsweise wehrt sich derzeit mit Händen und Füßen gegen den Vorschlag Ludwigs, Deutschlands größtes Stadtbahnnetz nun auch auf die Bahnstrecke zwischen Heilbronn und Würzburg auszudehnen. Bei seinem Kollegen Achim Brötel vom Neckar-Odenwald-Kreis und bei den Bürgermeistern mehrerer Jagsttalgemeinden hingegen hat die Idee große Hoffnungen auf eine Neubelebung der sogenannten Frankenbahn geweckt, die von der Bahn AG bisher doch eher stiefmütterlich behandelt worden ist.”
Dezember 14, 2009 at 2:17 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Runder Tisch Frankenbahn abgesagt: Land BaWü hat Wichtigeres zu tun
Das Land Baden-Württemberg hat das nächste Treffen am Runden Tisch zur Frankenbahn im Landratsamt Heilbronn abgesagt. Daran sollten Vertreter aus der Region mit dem zuständigen Staatssekretär Köberle zusammen treffen. Diskutiert wird am Runden Tisch unter anderem die Frage, ob bereits 2011 zusätzliche Züge zwischen Heilbronn und Würzburg fahren können, auch wenn die Strecke erst 2016 neu vergeben werden soll. Laut Aussage des Ministeriums wurde der Runde Tisch abgesagt, weil das Land es seit dem letzen Treffen Ende Juli nicht geschafft hat, die für die weitere Diskussion notwendigen Gespräche mit der Deutschen Bahn AG und dem Land Bayern zu führen. SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Reinhold Gall reagierte mit scharfer Kritik: „Interesse des Landes für die Frankebahn tendiert gegen Null“ schreibt Gall in einer Pressemitteilung auf seiner Homepage. Gall: „Ich lasse mich nicht mehr länger von der Landesregierung an der Nase herum führen!”
November 23, 2009 at 1:33 vormittags Hinterlasse einen Kommentar
Landrat Brötel will Stadtbahn im Jagsttal
Im Gegensatz zu den Bedenkenträgern im Landratsamt Heilbronn hat Landrat Dr. Achim Brötel vom Nachbarlandkreis die Zeichen der Zeit erkannt und fordert einen S-Bahnverkehr auf der Frankenbahn bis Osterburken. „Aus dem Dreieck eine runde Sache machen“ – schreibt Landrat Dr. Achim Brötel vom Neckar-Odenwald-Kreis an seinen Kollegen in Heilbronn und will den Stadtbahngedanken im Dreieck zwischen Heilbronn, Osterburken und Mosbach durchaus weiterverfolgen. Brötel hält eine rund laufende Stadtbahn im Dreieck zwischen Bad Friedrichshall-Jagstfeld, Osterburken und Mosbach für sinnvoll. In einem Schreiben an seinen Heilbronner Landratskollegen Detlef Piepenburg weist Brötel darauf hin, dass die eine Seite des gedachten Dreiecks, nämlich die Strecke im Neckartal, ab 2012 ohnehin schon von der Stadtbahn genutzt werden soll.
Für den Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und Osterburken müsse eigentlich auch der Landkreis Heilbronn Interesse an einem ergänzenden Stadtbahnverkehr haben, weil gerade dort zahlreiche über die Kreisgrenzen hinausgehende Pendlerbeziehungen im Berufs- und Schülerverkehr bestünden, die von einer rein auf den überregionalen Bahnverkehr ausgerichteten Planung keinen Nutzen hätten. „Wenn die Menschen nur den durchfahrenden Zügen nachschauen können, werden sie sicher nicht auf die Schiene umsteigen“, so Brötel. Natürlich gehe es auch darum, schnelle Verbindungen zwischen Heilbronn und dem ICE-Knoten Würzburg zu bekommen. Das eine zu tun bedeute aber keineswegs zwangsläufig, das andere zu lassen. Es gebe durchaus Beispiele genug, dass sich überregionale Verbindungen und Stadtbahnverkehre nicht zwingend gegenseitig im Weg stehen müssten, sondern sich sogar ausgesprochen sinnvoll ergänzen könnten.
(…)
„Für den Neckar-Odenwald-Kreis und den Landkreis Heilbronn wäre ein Stadtbahnverkehr im Rundlauf zwischen Jagstfeld, Osterburken und Mosbach eine geradezu historische Chance, um noch sehr viel enger zusammenrücken“. Die Möglichkeiten und Chancen einer solchen Verbindung müssten deshalb unbedingt näher ausgelotet werden – und das nicht erst 2016, sondern schon jetzt, so Brötel, der dabei auf die tatkräftige Unterstützung des Landkreises Heilbronn hofft.
November 9, 2009 at 6:22 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Abenteuer Frankenbahn
Unter dem Titel “Die ganz normalen Abenteuer mit der Frankenbahn” gibt es in der Heilbronner Stimme einen Erfahrungsbericht von Franziska Renner, die regelmäßig von Siglingen nach Heilbronn pendelte.
September 1, 2009 at 4:37 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Wahlkampfgeschenk: Ein Züglein mehr pro Tag
Der CDU Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta teilt in einer Presseinformation mit, dass das Land Baden-Württemberg noch in diesem Jahr zusätzliche Leistungen bei der DB Regio AG und den im Land verkehrenden nichtbundeseigenen Eisenbahnunternehmen bestellen wird. Landesweit geht es um 500.000 zusätzliche Zugkilometer, zwischen Heilbronn und Osterburken sollen nach Lasottas Angaben 33.871 Zugkilometer neu bestellt werden. Zum Vergleich: Der Streckenabschnitt der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Osterburken hat eine Gesamtlänge von 49,2 Kilometer. 33.871 zusätzliche Zugkilometer im Jahr bedeuten konkret ca. 688 Zugfahrten. Diese Kilometerleistung bedeutet allenfalls EINEN zusätzlichen Zug je Richtung auf der Gesamtstrecke von Heilbronn nach Osterburken und auch nur an Werktagen. Konkret werden laut Heilbronner Stimme einzelne Verbindungen zwischen Bad Friedrichshall und Osterburken (38 km), teilweise auch nur bis Möckmühl (22 km) wieder eingerichtet, manche Züge fahren nur samstags oder sonntags und machen das bestehende Fahrplanchaos noch unübersichtlicher.
Neuer privater Nachtzug nach Berlin
In der Heilbronner Stimme schreibt Hartmut Hölscher: Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs bekommt Heilbronn wieder eine umsteigefreie Zugverbindung nach Berlin. Ab 26. Juni bietet das private Touristikunternehmen DNV-Tours in Kornwestheim jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Schlaf- und Liegewagenverbindung von Stuttgart über Heilbronn in die Hauptstadt an. In umgekehrter Richtung verkehrt der Zug in der Nacht von Sonntag auf Montag. Ein Sitzplatz kostet einfach 39 Euro, ein Liegeplatz 89 Euro.
Hier gibt es Infos zum Zug und Betreiber DNV-Tours unter www.nacht-im-zug.de
ACHTUNG! Nach nur zwei Wochen wurde die Zugverbindung wieder eingestellt. Auf der Website des Unternehmens heißt es dazu: Eine missverständliche Pressemeldung über die Einstellung unseres Nachtzugs führte in diesen Tagen zu einer großen Verunsicherung seitens unserer Gäste und eines potentiellen Investors, der das Projekt (finanziell) unterstützen wollte. Die damit einhergehenden Stornierungen haben den Entschluss reifen lassen, das Projekt nicht fortzuführen.
Ein weiteres Mal hat sich gezeigt, dass die Bahn-Reform mit dem Gebot des “eigenwirtschaftlichen Fernverkehrs” großer Mist ist! Bis heute kann sich kaum ein Konkurrent gegenüber der Deutschen Bahn etablieren, da Trassen- und Stationspreise für die Benutzung des DB-Schienennetzes offensichtlich so gut wie jedes private Unternehmen in den Ruin treiben…
März 26, 2009 at 7:30 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar