„Dazu bedarf es wohl eines Gutachtens…“

Die Heilbronner Stimme widmet sich wieder einmal dem Thema Frankenbahn:

Der schlechte Zustand der Bahnstrecke Heilbronn-Würzburg ist der Region ein Dorn im Auge. Die IHK betont die Bedeutung für die Wirtschaft und fordert Verbesserungen bei der Frankenbahn, dabei soll ein selbst finanziertes Gutachten als Argumentationshilfe dienen. Mit Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger sprach Reto Bosch.

Herr Metzger, wieder gibt es Hiobsbotschaften für die Frankenbahn. Der Würzburger Hauptbahnhof ist derart überlastet, dass zusätzliche Verbindungen kaum möglich sind. Haben Sie diese Nachricht schon verdaut?

Heinrich Metzger: Diese Nachricht zeigt, dass wir noch viel dickere Bretter bohren müssen als gedacht. Ursprünglich hatten wir das Problem im einspurigen Bereich bei Möckmühl-Züttlingen gesehen. Jetzt muss Würzburg ausgebaut werden. Dazu bedarf es wohl eines Gutachtens.

Allein diese Studie soll vier Jahre dauern.

Metzger: Ja. Das bringt uns weiter in zeitlichen Verzug. Die Ausbaukosten in Würzburg sollen im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Wir müssen jetzt prüfen, ob die Aussagen der Bahn belastungsfähig sind, oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt.
(…)

Den ganzen Artikel gibt es hier.

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Ein Gedanke zu „„Dazu bedarf es wohl eines Gutachtens…“

  1. Man braucht kein neues Gutachten, um den Bahnverkehr zwischen Lauda und Heilbronn zu verbessern. Sondern es bedarf des politischen Willens, die eingetretenen Kürzungen rückgängig zu machen.

    Die Überlastung des Knotens Würtzburg jetzt als Grund für fehlende Verbindungen innerhalb von Baden-Württemberg heranzuziehen, lenkt nur von den politischen Versäumnissen ab: Baden-Württemberg hat 2001 einen extrem teuren und bis 2016 laufenden Vertrag mit DB Regio geschlossen. Hierdurch zahlt der Steuerzahler in Baden-Württemberg überduchschnittlich viel pro Zugkilometer, so dass bei der letzten Mittelkürzung durch den Bund das Geld nicht mehr für den bestehenden Fahrplan gereicht hat. Intelligenter geht Bayern, aber auch die anderen Bundesländer vor: Die Verträge laufen nur wenige Jahre und werden an den günstigsten Anbieter vergeben. So kann dort trotz Mittelkürzung durch den Bund der Fahrplan ausgeweitet werden und können neue Fahrzeuge eingesetzt werden.

    In Baden-Württemberg wird jedoch weiterhin auf Ausschreibungen verzichtet, so dass DB Regio mit altem Wagenmaterial Monopolgewinne zu Lasten des Steuerzahlers und Fahrgastes in Baden-Württemberg einfahren kann. Hintergrund ist auch hier wieder das Mammutprojekt Stuttgart 21: Die Planungen wären von der DB wegen Unwirtschaftlichkeit schon 2001 gestoppt worden, wenn nicht das Land diesen langlaufenden Verkehrsvertrag unterschrieben hätte…

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