150 Jahre Frankenbahn: Ein etwas trauriges Jubiläum

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, feiert die Frankenbahn in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Genauer gesagt jener Abschnitt der Odenwaldbahn zwischen Osterburken, Lauda und Würzburg. Die Mainpost widmet sich dem Thema in einem Artikel „150 Jahre Frankenbahn“ und stellt fest: „Keine andere Bahnstrecke in unserer Region büßte in ihrer Geschichte so viele Bahnstationen ein wie die heutige Frankenbahn.“ Genau vor 150 Jahren, am 1. November 1866, wurde die Badische Odenwaldbahn mit dem Teilabschnitt Osterburken-Lauda-Würzburg feierlich eröffnet. Zum stolzen Jubiläum gibt es leider keinen Festakt. In Boxberg, Wittighausen, Königshofen und Zimmern aber gab es in diesem Jahr Ausstellungen, die an die einst hoch frequentierte Bahnstrecke mit ihren Bahn- und Güterstationen erinnerten. Laut Wikipedia entstand die Frankenbahn aus historischer Sicht im Wesentlichen aus drei unterschiedlichen Strecken: Der Abschnitt zwischen Stuttgart und Heilbronn wurde als Teil der württembergischen Zentralbahn bzw. der Nordbahn bereits zwischen 1844 und 1848 erbaut. Baden erbaute zwischen 1862 und 1866 seine Odenwaldbahn von Heidelberg über Mosbach und Osterburken nach Würzburg. Aufgrund eines zwischen Baden und Württemberg 1864 geschlossenen Staatsvertrags wurde eine Verbindung zwischen den beiden Bahnen hergestellt, die als „Untere Jagstbahn“ bezeichnet wurde. Diese wurde durch Württemberg erbaut, führte von Heilbronn über Jagstfeld nach Osterburken und wurde zwischen 1866 und 1869 eröffnet. Ab den 1960er Jahren blieb auch die Frankenbahn von den bundesweiten Rationalisierungsmaßnahmen der Bundesbahn nicht verschont. Viele Stationen wurden stillgelegt oder zu unbesetzten Haltestationen wie zuletzt der Bahnhof Lauda. Nach der Bahnreform in den 1990er Jahren wurde weiter zurück- und abgebaut, so dass es heute kaum mehr Ausweich- oder Überholgleise gibt und wenige Züge über lange Abschnitte die gesamte Strecke blockieren. Noch bis 1962 wurde die komplette Bahnstrecke von Heidelberg bis nach Würzburg als Badische Odenwaldbahn befahren. Heute gibt es keine durchgehenden Verbindungen mehr in dieser Relation, auch keine schnellen Anschlüsse von Osterburken nach Heidelberg, obwohl diese für viele Pendler und Fahrgäste nach wie vor sinnvoll wären. Vom Elend vieler Bahnstationen ganz zu schweigen. (mgr)

Advertisements

Feiern zu 150 Jahre Hohenlohebahn

14. April 2012, Jubiläum Hohenlohebahn ET 65 in Weinsberg Am Wochenende zum 14. und 15. April fanden auf der Hohenlohebahn die ersten größeren Aktivitäten zum 150-jährigen Jubiläum in 2012 statt. Am Samstag gab es regelmäßige Sonderfahrten mit historischen Triebwagen wie dem ET 65, dem „Esslinger“ und dem Ulmer Spatz. Am Sonntag pendelten zwei Dampfsonderzüge zwischen Heilbronn und Schwäbisch Hall. Dazu gab es Stellwerksbesichtigungen oder Modellbahnausstellungen. Die Heilbronner Stimme titelt: „Feiern in vollen Zügen. Ein wahrer Leckerbissen war das Wochenende für alle Bahnfreunde in der Region. Der Auftakt der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Hohenlohebahn lockte tausende Menschen in Züge und Bahnhöfe entlang der Strecke zwischen Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ Hier gibt es auch ein kurzes Video mit einem Bericht über die Sonderzüge. Im Artikel der Südwest Presse „Züge rollen seit 150 Jahren“ finden sich auch ein paar historische Fotos.
Im Laufe des Jahres sind noch weitere Veranstaltungen geplant. Im Mittelpunkt werden natürlich auch die Zukunftsperspektiven für die Hohenlohebahn stehen. Alle Infos und Termine gibt es unter Hohenlohebahn.net